Einladung zur B Ü R O E I N W E I H U N G am 13. April 2002

Liebe Genossin, lieber Genosse,
wie Du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, hat die SPD in Heidelberg mittlerweile ihr neues Domizil bezogen: Bergheimer Str. 88, 69115 Heidelberg lautet nun die Adresse für die SPD-Regionalgeschäftsstelle Heidelberg/ Rhein-Neckar, die Geschäftsstelle der SPD-Gemeinderatsfraktion Heidelberg, sowie die Bürger- bzw. Wahlkreisbüros der Abgeordneten MdB Lothar Binding, MdB Gert Weisskirchen und MdL Claus Wichmann.

Da nun fast alle Umzugsmaßnahmen abgeschlossen sind, wollen wir einen kleinen Empfang ausrichten, zu dem wir Dich recht herzlich einladen möchten!

Er findet statt am Samstag, 13. April 2002, in der Zeit vom 10 - 13 Uhr in unseren neuen Büroräumen, Bergheimer Str. 88 in Heidelberg-Bergheim (Nähe Volkshochschule/ Thermalbad).

Wir würden uns sehr freuen, Dich an diesem Tag begrüßen zu können. Um eine kurze Rückmeldung, ob Du kommen kannst oder nicht, wären wir dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Lucas, Regionalgeschäftsführer

 

Umzug der Regionalgeschäftsstelle von der Altstadt nach Bergheim

Die SPD-Regionalgeschäftsstelle Heidelberg/ Rhein-Neckar ist eine von 30 ca. Regionalgeschäftsstellen des SPD-Landesverbandes Baden-Württemberg. Die letzten Domizile der SPD-Regionalgeschäftsstelle in Heidelberg waren:
  • ???? – 1973 Gaisbergstraße 40, HD-Weststadt
  • 1973 – 1987 Rohrbacher Str. 72, HD-Weststadt
  • 1987 – 2002 Fischmarkt 3, HD-Altstadt
  • seit 2002 Bergheimer Str. 88, HD-Bergheim
Ende 2001 wurde der Umzug aus den Büroräumen am Fischmarkt (Altstadt) beschlossen. Mitte Februar stand dann der Umzug nach Bergheim an.
 

Brief der AfA Rhein-Neckar an Dr. Dieter Hundt

Herrn Dr. Dieter Hundt
c/o Bundesvereinigung der
Arbeitgeberverbände
Breite Strasse 29

10178 Berlin

Rede von Franz Müntefering über die Folgen der Globalisierung für die demokratisch organisierten Nationalstaaten

Guten Tag Herr Dr. Hundt,

im Kraichgau spielt sich zur Zeit folgendes Szenario ab:

· 200 Entlassungen bei Leifheit in Zuzenhausen
· massiver Personalabbau bei Vectron International in Untergimpern
· Sozialplanverhandlungen bei Reum-Mühling ( früher Hüppe )
· Rationalisierungen MWH in Helmstadt
· Rationalisierungen bei FOQ in Bad Rappenau
· Ungewisse Zukunft bei Umdasch, Neidenstein

So ist die Realität und das wissen Sie auch ganz genau.

Wenn Franz Müntefering von der international wachsenden Macht des Kapitals und der totalen Ökonomisierung eines kurzatmigen Profithandelns spricht, hat einer endlich den Mut, öffentlich zu sagen, was Realität ist.

Die Macht großer Konzerne engt den Spielraum von Staaten ein. Profitgier und manchmal betrügerische Zockermentalität selbst in Weltunternehmen greifen um sich. Nationalstaaten spielen im Prozess der Globalisierung eine immer geringere Rolle. Weltweit ausgerichtete Unternehmen dagegen sind transnational organisiert. Sie haben kein festes Zentrum in einem Nationalstaat und sind folglich auch durch nationale Begrenzungen nicht erreichbar.

Die Manager transnationaler Wirtschaftsunternehmen handeln allein nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung, allein der shareholder value zählt. Ethische Überlegungen in Richtung der Personen, die durch ihren persönlichen Arbeitseinsatz dieses Ergebnis ermöglichen , sind leider Fehlanzeige.

Das, was sich im Moment im Kraichgau abspielt, ist Marktwirtschaft pur, die Unternehmensführungen handeln ohne jegliche soziale Verantwortung den Betroffenen gegenüber.

Sie halten die Äußerungen von Franz Müntefering für realitätsfern. Für den Arbeitgeber, so sagen Sie, stünde der Mensch im Mittelpunkt aller Bemühungen. Den vom Arbeitsplatz-Ausverkauf Betroffenen einer ganzen Region müssen Sie mal erklären, dass diese im Mittelpunkt aller Bemühungen der Unternehmenseigner stehen. Die werden Ihre Argumentation nicht verstehen.

Viele Grüße aus dem Rhein-Neckar-Kreis

Gisbert Kühner
Vorsitzender der AfA Rhein-Neckar

 

Ältere haben schlechtere Wiedereingliederungschancen als Jüngere

Im Rahmen der MItgliederversammlungen werden aktuelle arbeitsmarktpolitische Themen besprochen. Bei der Sitzung am 18.4.2005 in Eppelheim ging es um die Probleme, der Vermittlung älterer Arbeitnehmer in den 1. Arbeitsmarkt.

Hier einige Kernsätze:

- Die Anbieter von Arbeit unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten und in ihrer Produktivität. Durch Aus- und Weiterbildung kann die Leistungsfähigkeit des Faktors Arbeit gesteigert werden. Betriebe wählen bei Neueinstellungen die Personen mit der höchsten Nutzungsdauer.

- Das Modell der Senioritätsentlohnung geht von einem Zusammenhang Lohnhöhe, Alter, Arbeitslosigkeit aus. Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter über steigende Gehälter motivieren. Die Produktivität der Mitarbeiter sei in der ersten Phase der Beschäftigung über dem bezahlten Lohn. Wenn diese Modellannahmen stimmen, gibt es für die Unternehmen keinen Grund, Ältere einzustellen, solange es Jüngere gibt.

- Nach dem Alternativrollenkonzept gibt es Arbeitnehmergruppen, denen eine gesellschaftlich anerkannte Alternativrolle zum Arbeitnehmerdasein zugeschrieben wird, z.B. die Älteren. In Zeiten von Arbeitslosigkeit sind diese am meisten betroffen, da eine Ausgliederung am wenigsten Konfliktpotential bietet.

Wie sehen Personalverantwortliche ältere Beschäftigte?
- sie gehen von abnehmender körperlicher und physischer Belastung aus, sehen aber auch die Erfahrung und Zuverlässigkeit
- Ältere haben betriebsgebundene Qualifikationen, die bei Betriebswechsel nicht entsprechend verwertet werden können.
- Längere Arbeitslosigkeit führt zum Veralten von Qualifikationen und dem Verlust von Arbeitsmotivation und - rhythmus
- bei körperlich oder nervlich belastenden Tätigkeiten haben Jüngere Vorteile
- Ältere sind geeignet für Arbeitsplätze in hierarchisch höheren Positionen. Diese Plätze werden meist intern besetzt.
- Alle Plätze benötigen eine Einarbeitungsphase. Jüngere haben einen Vorteil bei der Amortisation der Anwerbungskosten

 

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