Thomas Funk in Bammental

Ortsverein

Thomas Funk, Vorsitzender der SPD-Rhein-Neckar und Landtagskandidat der SPD, war am Freitag, den 12. November zu Gast in Bammental und besuchte mit Vertretern des Ortsvereins Bürgermeister Holger Karl und Bammentaler Betriebe.

Informationen zu den aktuellen Herausforderungen Bammentals wie Multifunktionsgebäude, Regenrückhaltebecken und Sporthallenbau standen ebenso im Mittelpunkt des lebhaften und freundlichen Meinungsaustausches, wie Fragen zum Bildungsstandort Bammental.

Thomas Funk zeigte sich beeindruckt, dass eine Gemeinde mit 6500 Einwohnern 1200 Schülerinnen und Schülern eine sehr gute schulische Infrastruktur bieten kann. Diese Anstrengungen einer Gemeinde sollten natürlich auch gewürdigt werden, wenn es um die Zuweisung von Zuschüssen geht, wie im konkreten Fall in Sachen Multifunktionsgebäude. Es könne nicht sein, so Funk, dass man einerseits das Bildungsland Baden-Württemberg ausruft, bei Fragen der Finanzierung von Mensen und schulischen Einrichtungen, dies aber nicht in die Tat umsetzt.

Die Gemeinden müssen in Zukunft finanziell so ausgestattet werden, dass sie die Aufgaben erledigen können, die ihnen z.B. in Sachen Kindererziehung vom Bund und Land vorgegeben werden. Demzufolge waren sich Bürgermeister Holger Karl und Thomas Funk einig, dass die Gewerbesteuer in der derzeitigen Form eine wichtige Grundlage der kommunalen Haushalte sei und die geplante Reform seitens der FDP abzulehnen sei, da sie für die Kommunen zu keiner Verbesserung sondern zu einer Verschlechterung führen würde.

Abschließend diskutierte man noch intensiv über die aktuelle Verkehrssituation und über mögliche Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung bzw. zur Verkehrssicherheit. Die Situation an der Friedensbrücke bedarf dringend einer Lösung ebenso wie die Vermeidung des Durchgangsverkehrs, der die Gemeinden Wiesenbach, Gaiberg und Bammental gleichermaßen trifft. Thomas Funk teilte die Ansicht der SPD-Gemeinderäte Andrea Frank und Rüdiger Heigl, dass die Attraktivität Bammental nicht unter der Verkehrssituation leiden dürfe.

Nach dem Bürgermeistergespräch besuchte Thomas Funk drei Bammentaler Betriebe.

Am Anfang stand der Besuch bei der Fa. Mauser, deren Geschäftsführer Herr Schwarz einen sehr interessanten Einblick in die Firmengeschichte, in die Produktpalette und in die Fertigungsverfahren gab. Im Rahmen einer bestens organisierten Betriebsführung konnte sich Thomas Funk einen guten Eindruck über die Produktionsbedingungen des größten Bammentaler Arbeitgebers machen. Funk und Bürgermeister Karl zeigten sich sehr erfreut über die Perspektiven der Fa. Mauser, dass die Investitionen der letzten Jahre in den Standort Bammental auch in den folgenden Jahren weitergeführt werden sollen und hoffen, dass sich hierbei auch weitere Arbeitsplätze in Bammental schaffen lassen. Geschäftsführer Herr Schwarz berichtete über das gute Verhältnis zu den Arbeitnehmervertretern und erwähnte hierbei, dass der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Mauser-Gruppe Deutschland aus Bammental kommt.

Der Edeka-Markt war die nächste Station von Thomas Funk. Nach einem freundlichen Empfang durch die Familie Kunka, die ihren Markt vorstellte und auf die Situation des Bammentaler Lebensmittelhandels einging, kam man sehr schnell zu den Fragestellungen, was die Voraussetzungen dafür sind, wie ein Lebensmittelvollversorger auf Dauer überlebensfähig ist. Herr und Frau Kunka zeigten auf, dass für sie der Service im Mittelpunkt steht und dadurch ein entscheidender Vorteil gegenüber von Discountern gegeben sein. Dies sei aber nur durch zuverlässiges, freundliches und gut ausgebildetes Personal möglich. Nicht ausschließlich der Bildungsabschluss, sondern vielmehr die Bereitschaft der jungen Leuten einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf erlernen zu wollen sei ausschlaggebend, so die Familie Kunka.

Der Besuch der Gartenbau-Firma Otto Müller bildete den Abschluss der interessanten und aufschlussreichen Begegnungen mit den Gewerbetreibenden Bammentals. Die Firma Otto Müller hat 30 Mitarbeiter, davon 7 Auszubildende. Auf diese hohe Ausbildungsquote kann der Betrieb zu Recht stolz sein. Otto Müller zeigte sich zufrieden mit den Maßnahmen der Vorgänger-Bundesregierung, dass Arbeitsstunden steuerlich Berücksichtigung finden und somit seiner Firma Perspektiven für die Zukunft geben. Es besteht ein Überangebot an Dienstleistungen zu nicht marktgerechten Preisen, welches die Bedingungen für qualifizierte Arbeit zusehends erschwert. Dieser Feststellung von Otto Müller konnte Thomas Funk nur beipflichten und verwies auf die Notwendigkeit der Einführung eines Mindestlohnes, damit die Qualität der Arbeit Berücksichtigung und Wertschätzung findet.

Zum Abschluss seines Besuches in Bammental zeigte sich Thomas Funk beeindruckt von der Vielfalt, Qualität und der Attraktivität des Standortes Bammentals und bedankte sich bei Bürgermeister Holger Karl und den Betrieben für die konstruktiven und informativen Gespräche und versprach, dass er im Rahmen seiner Kandidatur zur Landtagswahl auch der Bevölkerung Rede und Antwort stehen werde. Eine erste Gelegenheit hierzu gibt es beim Adventsnachmittag der Arbeiterwohlfahrt Bammental am 28.11.2010.

 

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