Gruppenbild nach der Baumübergabe Foto Fritz Klenk
Thomas Funk, der SPD-Landtagsabgeordnete und frühere Gemeinderat von Epfenbach brachte es auf den Punkt. Das Brunnenfest, das Erich Seel aus der Taufe gehoben hat, ist genau der richtige Tag, um diesen Baum, der auf dem Platz, auf dem das Haus des ehemaligen SPD-Gemeinderats Josef Mayer stand, seiner Bestimmung zu übergeben. Der Ortsverein ehrt mit diesem Baum einen langjährigen und überaus geachteten Gemeinderat, der vielen fehlt.
Beate Metzler-Klenk, ehemalige Sprecherin der SPD-Fraktion und Kollegin von Erich Seel, bedankte sich dann auch persönlich bei den anwesenden Gemeinderäten und bei Bürgermeister Bösenecker, dass sie den Platz, für den 2008 verstorbenen Gemeinderat, zur Verfügung stellten.
Begrüßen konnte sie auch den stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden und Bundestagskandidaten Dr. Lars Castellucci, der extra für die kleine Feier auf den Platz gekommen war.
Viele und gute Erinnerungen kommen ihr in den Sinn, wenn sie an Erich Seel denke, denn wenn man zu seinen Freunden oder Kollegen zählte, konnte man sich, ohne wenn und aber, auf ihn verlassen. So freute sie sich, dass auch Familie Seel an dieser kleinen feierlichen Runde teilnahm.
Erich Seel kam 1984 erstmals in den Epfenbacher Gemeinderat und die Wählerinnen und Wähler schenkten ihm fortan für sein außerordentliches Engagement mit einer beachtlichen Stimmenzahl ihr Vertrauen. Die Kindergärten und die Schule lagen ihm sehr am Herzen, außerdem war er in den Bauausschüssen für das Gewerbegebiet, das Neubaugebiet im Frohnberg und die Schulsanierung mit seiner Erweiterung aktiv. Zuletzt brachte er sich beim Bau des Feuerwehrgerätehauses mit seinen Vereinsräumen ein.
So wurde ihm 2007 am Neujahrsempfang für die Anerkennung seiner Dienste um Bürger und Gemeinde die Silberne Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg verliehen.
Es war aber nicht nur sein Wissen, das er von Hause aus als Handwerksmeister mitbrachte und bei seiner Arbeit einfließen ließ. Was ihn aber so besonders bemerkenswert machte, waren sein Gerechtigkeitssinn, seine Solidarität mit denen, die es nicht so gut haben und seine Ehrlichkeit. Weiter ließ er bei Problemen nicht locker und suchte oft, wenn andere schon wieder zur Tagesordnung übergingen, nach Lösungen. In der Fraktion hatte er ebenfalls eine herausragende Stellung. Er hatte ein außerordentliches Wissen um die Gemeinde, denn offenen Auges war er in Epfenbach unterwegs, alle konnten ihn ansprechen, für jeden hatte er Zeit.
So möchte der SPD-Ortsverein Epfenbach mit diesem Baum Erich Seel danken und ein Zeichen setzen, für einen ganz besonderen Gemeinderat, der viel zu früh von uns gegangen ist und den so viele vermissen. Die Vorstandschaft wünscht sich, dass dieser Baum, so wie Erich Seel, fest mit seiner Gemeinde verwurzelt, in Erinnerung an ihn, zu einem stattlichen Baum heranwächst.