Wie immer in den letzten Wochen des Jahres werden die kommunalpolitischen Weichen fürs kommende Jahr gestellt in vielen Sitzungen und Versammlungen, außerdem verlangen zahlreiche Veranstaltungen Platz im Terminkalender. So wurde in der letzten Woche unter anderem der kommunale Haushaltsplan für ein nicht ganz leicht werdendes 2026 im Gemeinderat eingebracht und am gleichen Abend leider der SPD-Antrag auf versuchsweise Ausrichtung eines kommunalen Silvester-Feuerwerks weder von der Verwaltung noch von einer anderen Fraktion unterstützt, sondern mit aus unserer Sicht fragwürdigen Argumenten abgeschmettert.
Erfreulicher da schon ein angenehmer Besuch bei einem Jubilar aus unseren roten Reihen – herzlichen Glückwunsch auch von dieser Stelle nochmals an Karl Otto Krieger, dem wir zu seinem 75. Geburtstag mit Präsent gratulieren konnten – er ist fit und munter, freut sich nun auf die Skisaison in den Dolomiten und der Schweiz und beging gutgelaunt in Bescheidenheit seinen großen Tag.
Überschattet wurde die Woche schließlich von einer sehr traurigen Nachricht aus unserem Landtagswahlkreis Sinsheim, der um unseren langjährigen Volksvertreter Helmut Göschel trauert und in dessen Andenken wir ebenfalls in Meckesheim unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen: Mit tiefem Bedauern, aber gleichzeitig auch großer Dankbarkeit nimmt der SPD-Ortsverein Meckesheim Abschied von Helmut Göschel. Er war nicht nur ein markanter Vertreter unserer "sozialdemokratischen Familie"; der Sinsheimer war als Landtagsabgeordneter 1987 bis 2006 nahezu zwei Jahrzehnte unser Ansprechpartner im Landtag von Baden-Württemberg und vertrat damit auch die Interessen der Meckesheimer und Mönchzeller Bevölkerung.
In Weimar geboren und früh nach Sinsheim umgesiedelt, war Göschel passionierter Lehrer, leidenschaftlicher Handballer und überzeugter Sozialdemokrat - bodenständig und ausdauernd. 19 Jahre im Landtag, 19 Jahre im Kreistag und sogar 50 Jahre im Gemeinderat brachten ihm parteiübergreifend viel Anerkennung und Wertschätzung ein. Wie viele Mitbürger haben auch wir ihn geschätzt für seine Offenheit, die klare und verständliche Sprache auch bei komplizierten Sachverhalten, die er als Fachmann, insbesondere als Verkehrspolitiker an den Tag legte. Wir werden unserem ehemaligen Landtagsabgeordneten, der - wie erst jetzt bekannt wurde - bereits im November unerwartet im Alter von 81 Jahren verstorben und auf Wunsch seiner Familie im engsten Familienkreis beerdigt ist, stets ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.
Hans-Jürgen Moos, Fraktionsvorsitzender

