Zu einem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Gerhard Vogel und weiteren Gesprächen war Dr. Lars Castellucci dieser Tage zu Gast in Bammental.
Er erfuhr Erfreuliches über die Gemeinde: Wofür andere Orte kämpfen müssen, ist dort schon Realität – es gibt einen Schulsozialarbeiter für die Hauptschule. Man ist auf bestem Wege zu einer Ganztagsschule mit einem dazu notwendigen Mittagessenangebot. Solche Leistungen haben natürlich auch ihren Preis.
Man wandle finanziell „auf einem schmalen Pfad“, so der Bürgermeister. Die Breite des Pfades werde hauptsächlich durch das Aufkommen an Einkommensteuern bestimmt, die Gewerbesteuer spiele eine untergeordnete Rolle.
Wie man das Zweite Konjunkturprogramm der Bundesregierung nutze, wollte der Kandidat wissen. Die Schulen seien noch so neu, dass kein erheblicher Sanierungsbedarf bestehe, aber ein Wärmerückgewinnungsprojekt für die Elsenzhalle und die Kindergärten böten Möglichkeiten zu Investitionen.
Unter einem etwas anderen Blickwinkel stand eine weitere Station in Bammental. Dr. Castellucci besuchte das Gymnasium, das er schon zur Eröffnung des „Pausenstopps“ (Schülerfirma) beim Tag der offenen Tür kennengelernt hatte. Dieses Mal ging es um das Konzept zur Berufsorientierung, denn die Zukunftschancen junger Menschen sind für den SPD-Bundestagskandidaten ein wichtiges Thema. Die engagierte Leiterin des Gymnasiums, Christine Konrad-Roth, schilderte das Konzept, das einen wichtigen Baustein der Schulentwicklungsarbeit - neben der intensiven Arbeit an einem Sozialcurriculum - bildet. Eine Vielzahl von Programmen und Projekten wird angeboten und was Frau Konrad-Roth besonders wichtig ist: Die Meinungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern werden kontinuierlich eingeholt und alle Programme ausgewertet und überprüft, ob sie ihre Ziele erreichen oder Verbesserungen vorgenommen werden müssen. Frau Konrad-Roth ist überzeugt, dass alle Kinder Stärken haben. Diese zu erkennen und zu fördern, ist Ziel ihrer Arbeit. Dr. Castellucci wünschte ihr dazu viel Erfolg.
Auf dem Wege in Bammental lag auch das älteste Gebäude der Gemeinde, das evangelische Pfarrhaus aus der Reformationszeit. Hier tauschte sich der Kandidat mit Pfarrer Zimmermann aus.