Kinder erleben immer häufiger, dass der Schulweg zum Gefahrenweg wird und Angst und Gefahr zum Alltagsleben dazu gehören. Gefahren durch gleichaltrige und kriminelle Jugendliche, durch Diebe, Pädokriminelle und ausländerfeindliche Gruppen bedrohen die Kinder.
Die Stiftung Hänsel+Gretel hat 2002 das Projekt Notinsel initiiert und überträgt es seitdem bundesweit auf Städte, Gemeinden und Landkreise. Bammental wird Notinsel. Partner ist die AWO-Bammental in Kooperation mit der SPD-Bammental. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Bürgermeister Gerhard Vogel übernommen.
Kinder in Angst brauchen Schutz. Alle Geschäfte mit dem Notinsel-Zeichen an der Tür bieten Kindern Zuflucht. Beteiligte Geschäfte setzen darüber hinaus ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potenzielle Täter. Neben den flächendeckend geplanten Anlaufstellen für Kinder in Bammental hat die Notinsel vor allem auch eine wichtige Präventivfunktion.
Ab sofort startet Bammental mit 35 Geschäften und Apotheken sowie der Sparkassenfiliale. Die unterstützenden Geschäfte, Banken, Apotheken und andere Partner kennzeichnen sich an ihrer Tür als Notinsel. Damit signalisieren sie Kindern ihre Hilfsbereitschaft und verpflichten sich selbst zum Hinsehen und Handeln in Notsituationen. Die Mitarbeiter erhalten eine Handlungsanweisung, die genau beschreibt was im Ernstfall zu tun ist.
„Das Projekt bietet nicht nur Zufluchtorte für Kinder, sondern regt auch die Diskussion zum Schutz unserer Kinder an“, so Jerome Braun, Geschäftsführer Stiftung Hänsel+Gretel.
Lehrer, Erzieher und Eltern sollen motiviert werden, mit den Kindern über mögliche Gefahren zu sprechen und ihre Kinder vorzubereiten.
Durch die Partnerschaft mit der Gemeinde Bammental erweitert die Stiftung Hänsel+Gretel das Notinselprojekt um eine weitere Gemeinde. Der Standort ist ein weiterer Meilenstein zu einem bundesweit einheitlichen Zeichen für Kinderschutz und Zivilcourage.